8. August 2017

Nach dem eher entmutigenden Beitrag vom letzten Mal (den ich wieder gelöscht habe, weils irgendwie nix hier verloren hat, aber trotzdem raus musste) wieder etwas Fröhliches und Kartonales.

Die große konstruktive Pause hält weiterhin an, aber irgendwie wollte ich schon seit einiger Zeit machen. Etwas Kleines, nicht so kompliziertes, was halt kaum Aufwand benötigt, aber trotzdem ein ansehnliches Resultat bringt.

Jetzt muss ich - wieder einmal - ein wenig weiter ausholen. Seit gut 1 Jahr bin ich dem Dr. Who Virus verfallen. Wer ebenfalls an dieser fast unheilbaren Krankheit "leidet" weiß um die Symptome (Sammlerwahn) und Heilungschancen (es gibt bisher keine).

Dr. Who ist sogar im Guinness Buch der Rekorde eingetragen, als am längsten laufende Serie. Zumindest im Science Fiction Bereich. Seit 1963 erlebt "The Doctor" die absurdesten und aberwitzigsten Abenteuer. Möglich macht diese lange Zeit der Ausstrahlung ein "Kunstgriff" der für diese Serie zum unverkennbaren Markenzeichen wurde. Die Regeneration des Doctors. Das passiert, wenn er z. B. tödlich verletzt wurde oder die Schauspieler, aus welchen Gründen auch immer, die Serie verlassen haben. Somit konnte man neue "Gesichter" einbringen, ohne dass sich die Zuschauer haareraufend gefragt hätten, was denn das alles soll.

Aktuell ist die 12. Regeneration, in Person von Peter Capaldi, am Werk. (eigentlich ist es schon die 14., aber warum das so ist, darf man hier nachlesen). Wer alles die, zumindest in England, äußerst begehrte Rolle des Doctors gespielt hat, steht hier.

Ok, genug des Vorspiels, jetzt geht's ans Eingemachte.

Der Doctor hat eine Art Zeitmaschine, mit der er durch Raum und Zeit reist. Sie wurde den britischen Polizeinotrufboxen nachempfunden, die bis in die 1970er Jahre das Stadtbild vieler britischer Städte prägte. Damit konnte man im Fall einer Notlage, die Polizei anrufen, die umgehend zur Stelle war. Ja, es gab eine Zeit, in der Mobiltelefone weder erfunden, erdacht noch massenhaft benutzt wurden und die mittlerweile unser Leben auf eine Weise beherrschen, das nur mit einer schweren Sucht vergleichbar ist. Probiert einmal, nur 1 Tag ohne diesem Ding auszukommen..... viel Spaß dabei!

Ich schwof ab.... also, der Doctor hat eine Zeitmaschine die er TARDIS nennt. Time And Relative Dimension In Space. Diese blaue Box hat die unglaubliche Fähigkeit, innen größer zu sein als außen, sich der Umgebung anzupassen und überhaupt eine Art Eigenleben zu haben. Nebenbei werden sie nicht gebaut, sondern gezüchtet. Was sie zu einem gewissen Teil zu einem Lebewesen macht.... ja, DAS ist britischen Humor as its best :-)

Von dieser TARDIS gibt es im weltweiten Netz jede Menge Kartonmodelle, aber irgendwie sind die alle ein wenig einfach gestaltet. Deshalb war es an der Zeit, da etwas zu machen.

Zeichnungen mit Maßen gibt es genug und somit wurde das Projekt mit einem lauten ALLONS-Y! gestartet.


Konstruiert war das Ding an einem Vormittag. Im Grunde braucht man nur 1 Seite machen und die dann kopieren.

Der Zusammenbau hat dann ein wenig länger gedauert. Schön gemütlich daneben ein paar alte Folgen mit dem 7. Doctor angeschaut (schräg, bunt, schrill, so typisch 1980er Jahre) und nach 2 Tagen war die TARDIS fertig.



Das Ergebnis darf ich ruhig als gelungen bezeichnen. Mir gefällt's - und das is wichtig.

Allerdings - wo der Doctor ist, sind auch seine zahlreichen Feinde nicht weit......




3. Juli 2017

Frisch fröhlich gehts in die zweite Jahreshälfte!

Und was wird sie uns bringen? hmmmmm...... einen neuen LEGO Bausatz? Ja.

Macht der Blogschreiber jetzt einen auf Steinchen aus Dänemark? Ja, auch, aber das primäre "Geschäft" läuft natürlich weiter.

Viel gibts ja nicht zu erzählen. Der AH-64 Apache geht der Finalisierung entgegen. Da hab ich mir erhebliche Hürden vorgestellt, die sich aber - wie so oft - als kleine Unebenheiten im Weg herausgestellt haben. Die Bauanleitung war in null komma nix gezeichnet, die Nummerierung ist ebenfalls leichter als gedacht und überhaupt ist dieses Modell, obwohl es am Anfang den "Himmel, wie soll ich das je hinbekommen" Status hatte, weitaus leichter als gedacht.

Als nächstes kommt die Anleitung des Tornado an die Reihe und dann warten die großen Brocken:

DC-3 - Probebau, weil der erste Versuch in die Hose gegangen ist, Beschaffung des zweiten Spantenbogens, weil das Original nicht in der Mappe war. Hab wohl die alte Ausgabe daheim, aber die Qualität ist unter jeder Sau......

Boeing 737 - da hab ich vorerst noch keinen Plan.....

Saab Viggen - Fertigstellung Probebau und dann kommt der Anstrich - die grüne Splittertarnung... mehr brauch ich nicht sagen :-)

Nebenbei werden schon die Cover gestaltet, die Bauanleitungen neu geschrieben, die stets verhungernde Katze gefüttert, einfach nur mal blöd in die Gegend geschaut ....

Wie ihr seht bzw. lest - es wird eine turbulente zweite Jahreshälfte

23. Juni 2017

Der Blogschreiber interessiert sich ja für mancherlei Dinge. Abgesehen vom alles beherrschenden Modellbau sind Musik, Filme und Bücher weitere Passionen.

Eine ganz alte Liebe, die für gut 30 Jahre geschlummert hat, wurde bei einem Urlaub in Hamburg (leider weiß ich nicht mehr wann das genau war - 2008 oder 2009) wiedererweckt.

LEGO

Diese kleinen, in 6 verschiedenen Farben.... he, es gibt grüne Platten auch.....

HALT!

Junge, von wann bist du? 1966? Die seinerzeit nur in schwarz, grau, weiß, rot, blau, gelb und transparent erhältlichen Steinchen waren wirklich entzückend, aber mittlerweile ist die Farbpalette deutlich umfangreicher und die Variationen der Steine sind schier unendlich. Im Grunde gibt es nichts, was nicht dargestellt werden kann.

Ok, da hab ich wohl ein wenig die Entwicklung der kleinen bunten Steine aus Billund in Dänemark verschlafen.

Ja, das hast du!

Lassen wir dieses Zwiegespräch beiseite und widmen uns wieder dem ursprünglichen Gedanken. Bei eben diesen Urlaub wurde ich von einem LEGO Geschäft (DAS gibt es auch?) geradezu magnetisch angezogen und eine innere Stimme drängte mich geradezu, dort etwas mitzunehmen. Im Laufe der Jahre wurden viele verschiedene Themenbausätze geschaffen und damals startete man gerade mit LEGO Architecture. Der Blogschreiber ist bedingt durch seine Lehre in einem Architekturbüro ein großer Freund davon und ganz besonders von Frank Lloyd Wright. Dieser große amerikanische Architekt entwarf so grandiose Bauten wie das Johnson & Johnson Gebäude, Falling Water, Robbie House und das Guggenheim Museum in New York.

Und wie es halt so ist, stand da im Regal das Modell von Falling Water. Das ich das gekauft habe, brauch ich nicht extra erwähnen :-)

Interessanterweise war dann wieder ein paar Jahre Ruhe, bis vor ca. 3 Jahren die Sucht völlig ausgebrochen ist. Auslöser war, dass ich auf der Seite der ESO dieses Modell gefunden habe.



Es stellt das zur Zeit in Chile Bau befindliche Extreme Large Telescope dar. Es besteht aus 5274!!!! Teilen und ist zum Teil sehr schwer zu bauen. Und erst wenn alles komplett zusammengebaut ist, ist das Modell stabil. Vorher muss man höllisch aufpassen, dass nichts auseinander fällt.

Damit war der Bann gebrochen und in der letzten Zeit sind jede Menge neuer Modelle dazugekommen. Ich konzentriere mich dabei allerdings auf limitierte Auflagen. Eine Kleine Auswahl davon wäre


 


Das erste wäre eine Szene aus Big Bang Theory - die Nerdserie schlechthin, das zweite is der legendäre VW Bus T1 und das dritte dürfe schon auf Grund der Farbe bekannt sein - das Yellow Submarine der Beatles aus dem gleichnamigen Film. All diese Modelle sind äußerst liebevoll gestaltet und mit unzähligen reizenden Details versehen.

Das bislang letzte Modell ist quasi brandneu und stellt die legendäre Saturn V Rakete dar, mit der Neil Armstrong, Edwin "Buzz" Aldrin und Michael Collins 1969 zum Mond geflogen sind  um dort einen kleinen Schritt für einen Menschen, aber einen großen Schritt für die Menscheit zu machen.



Dieses beeindruckende Modell ist 1m hoch und besteht aus - 1969 - Teilen. Den "Wink" in der Teileanzahl auf das Jahr der Mondlandung finde ich einfach grandios!

Es stehen noch jede Menge andere Modelle zuhause herum (Robbie House, Farnsworth House, Falling Water). Einige davon sind mittlerweile echte Raritäten - z.B. jene Straßenbahngarnituren der Wiener Linien, die nur in ganz kleinen Auflagen speziell dafür entworfen wurden.

Und, wie immer bei einer Sucht, werden es im Laufe der Zeit sicher noch mehr werden.

Abschließend möchte ich euch noch auf Lego Digital Designer und LD Draw hinweisen. Mit diesen genialen Programmen kann man seine eigenen Modelle entwerfen. Es gibt keinerlei Grenzen und man kann sich nach Herzenslust austoben. Zusätzlich zum Modell wird automatisch eine Bauanleitung und eine Teileliste erstellt. Diese kann man z.b. bei Bricklink raufladen und über diese LEGO Plattform kann man die entsprechenden Teile aus LEGO Läden auf der ganzen Welt bestellen. Weiters kann man auf Bricklink LEGO Bausätze kaufen, die es regulär so gut wie nirgends mehr gibt. Allerdings haben diese auch ihren entsprechenden Preis.

Ich hoffe, dass ich euch mit diesem Eintrag nicht verwirrt habe. Es ist wie gesagt eine neu erwachte Liebe und warum soll man sich ihr nicht ein wenig widmen? 💘

16. Juni 2017

Hey Sommer Sonne Hitze.... scheint so, als ob die Mitte des Jahres anbricht.

Zugegebenermaßen gibt es schönere Sachen, als bei diesen Temperaturen (und bei jenen die noch kommen werden) zu Hause zu sitzen und an seltsamen Sachen zu arbeiten, aus denen einmal Flugzeuge entstehen sollen - aber besser als irgendwo zwischen anderen Leuten zu schmoren is es allemal.

Deshalb werkelt der Blogschreiber an neue GELI Bögen und.... ja sonst nichts.

Genau, richtig gelesen, es is kein neues Werk aus eigener Produktion in Arbeit. Eigentlich schade, denn nächstes Jahr gäbe es das 10 Jährige Konstruktionsjubiläum zu feiern. Ein würdiges Modell wäre schon angebracht. Aber.....

...... ich finde zur Zeit kaum die Ruhe und Muse, um etwas in der Richtung zu machen. Ein paar andere Gründe sind auch noch in die Waagschale gekommen. Welche?

Ganz einfach - ich habe KEINE LUST mehr, mich für meine Arbeit bei Leuten zu ENTSCHULDIGEN, die nicht fähig sind, 1 und 1 zusammenzuzählen, die einfachsten kartonbautechnischen Handgriffe nicht beherrschen, nur um dann MIR vorzuwerfen, dass meine Modelle nicht baubar sind. Dass dann noch der Preis bemängelt wird und meine Modelle anscheinend nicht jene Präzision von professionellen Modellen erreichen, die von solchen Nietenzählern erwartet werden, hat dem Fass den Boden rausgefetzt. DANKE!

Deshalb wird es nächstes Jahr KEIN neues Modell von mir geben. Sollen diese Kasperln ihren eigenen Scheiß konstruieren. Am Besten mit allen Beilagscheiben und dem Schmieröl gleich dazu.

So, das wars.

Aber an den GELI Modellen arbeite ich trotzdem weiter.... da gibts nix! Aktuell bekommt der Apache seinen Anstrich. Leider ist das Original äußerst trostlos. So eine Art grün-braun-oliv ist alles was an Farben auf dieses Gerät raufgepinselt wurde. Ein paar gibt es in Schwarz und Sand.... auch nicht gerade die optische Aufreger :-) Bei den niederländischen Luftstreitkräfte gibt es einen Apachen mit Sonderanstrich, aber .... naja...

Allerdings macht das Modell im gesamten einen hervorragenden Eindruck. Und es wird nix für Anfänger werden. Der Rotorkopf is ein richtig komplexes Ding (fehlt aber am Foto, nebst Rotor) mit Abermillionen von Teilen :-)



Bemerkesnwert ist ebenso, dass die ursprüngliche Zeichnung äußerst präzise ist. Da hab ich mir die Zeichnungen, die ich sonst immer mache erspart. Einzige Änderung war die Cockpithaube - die hat nicht richtig gepasst und ich habe mir erlaubt, für die Innenseite eine "Verkleidung" zu machen, damit man sich das Anfärbeln erspart. Ansonsten bleibt alles wie es ist.


25. Mai 2017

Nein, der Blogschreiber hat nicht den Hut auf alles drauf geworfen, sondern werkelt brav im Hintergrund an den neuen GELI Modellen.

Die A-10 hab ich ja schon vorgestellt, heut gehts mit der F-4 Phantom und dem Tornado (oh ich hör ein paar Leute jubeln) weiter.

Das originale GELI Modell der Phantom war ja, sagen wir mal, bemalungstechnisch nicht gerade der optische Bringer. Silber auf Silber.....

Deshalb war von Anfang an klar, da muss was geschehen. Ich muss jetzt ein wenig ausschweifen. 2013 war der Blogschreiber auf einer der größten Modellbauaustellungen in Europa. Der jährlichen Scale Model World in Telford (in der Nähe von Birmingham). Dort gab es unter all den unzähligen Verkaufsständen auch einen, der 1:144 Metallmodelle von Flugzeugen im Programm hatte. Ich hab mir damals eine Phantom im Anstrich des JG 74 Mölders gekauft (das Ding wird mittlerweile um richtig viel Geld gehandelt).

Naja, das stand halt bei mir so rum und während eines Besuches meiner GELI Chefs kam dann die Frage, ob sich dieser Anstrich auf die GELI Phantom übertragen lässt. Ja, geht.

Was ich mir allerdings mit dieser lapidaren Antwort "eingehandelt" habe, wurde mir erst beim Zeichnen bewusst. DAS war mit Sicherheit die bisher schwierigste Arbeit. Die Übergänge vom Rumpf auf die Tragflächen und das Höhenruder waren sehr schwer zu realisieren. Weiters die Schattierungen im hinteren Rumpfbereich .... keine Kinderjause. Aber nach 4!!! Probebauten und gefühlten 3485234723 Änderungen und 2 "zurück an den Anfang" war alles unter Dach und Fach.

Die GELI Gemeinde darf sich auf einen optischen Leckerbissen freuen.





Das zweite Modell ist ein bisher unveröffentlichtes. Der legendäre Panavia Tornado. Bisher nur als Prototyp vorhanden, darf ich diesem konstruktiv äußerst gelungen Modell wieder "Leben" einhauchen. Wie immer, hab ich zuerst einen Probebau gemacht, Teile korrigiert (Rumpfspitze. Lufteinlässe und zentrale Verkleidung der Tragflächen) und alles erstmal digital gezeichnet. Dann wird alles säuberlich mit den alten Tuschezeichnern neu gemacht, nur um am Ende drauf zu kommen, dass eben oben erwähnte Verkleidung - ein "nur" 20x10cm Teil - komplett fehlt. Ja genau, dieses Riesending hab ich völlig vergessen. Fragt mich nicht warum....



Egal, passiert is nicht viel, im Gegenteil. Dadurch, dass ich ein zusätzliches Blatt machen musste, hab ich die Raketen, für die einfach kein Platz auf den anderen Blättern war, wieder dazugetan und weil noch genügend freier Raum vorhanden war, gibts als kleinen Bonus schwenkbare Zusatztanks.

Falls ihr genau aufgepasst habt beim Lesen und euch fragt, warum für die Raketen kein Platz mehr war, wenn die doch auf den ursprünglichen Zeichnungen drauf waren: eben diese Zeichnungen waren nicht auf das GELI Format von 24,5 x 34 cm abgestimmt, sondern waren zum Teil um bis zu 1cm rundherum größer. Deshalb musste ich alle Teile neu auf das richtige Format anordnen und es blieb kein Platz mehr für die Raketen übrig. Kompliziert? Ja.

Naja, lange Rede kurzer Sinn, statt der ursprünglichen 4,5 Blätter sinds jetzt 6 geworden.

Und welchen Anstrich bekommt der Tornado? Einen Britischen. Weil? Weil es ein Tornado F2 ist. Und, weiter? Was weiter? WELCHER ANSTRICH? Hm, weiß ich noch nicht genau. Irgendwas graues mit buntem Leitwerk. Da waren die Briten äußerst kreativ. Welche Staffel usw. kann ich noch nicht sagen. Da find ich schon was ... z.b. DAS, DAS oder DAS - vielleicht mach ich auch einen F3 daraus - die Unterschiede sind nur minimalst.

Das wars dann vorerst...

4. Mai 2017

Alles neu macht der Mai.... fragt sich nur was der gute Mai neu macht?

Naja, zwei neue, alte Modelle von mir, die schon während der Konstruktion der F-100 entstanden sind.

F-100D im Anstrich der Thunderbirds 1967 und die F-100C der Skyblazers anno 1961





Wie bei vielen meiner Modelle gibt es auch hier wieder die Möglichkeit, verschiede Kennungen zu verwenden. Wer welche Maschine auf welcher Position geflogen ist, ist im Bogen angegeben.

Weiters gibt es Lasercuts für die Spanten und eine tiefgezogene Cockpithaube dazu.

Ganz besonders freut es mich, dass diese Modelle im allerschönsten Silberdruck erscheinen werden.

Eine etwas ausführlichere Geschichte, wie es zu diesen Modellen gekommen ist, gibt es auf der IPMS/WS Seite zu lesen.




16. April 2017

Nach einer etwas längeren Pause - auch durch den "Schock" der Falcon bedingt und noch ein wenig anderes, das aber - noch - nicht verraten wird, wird es langsam wieder Zeit, von den neuen Rekonstruktionen zu berichten.

Es is ja nicht so, dass ich gerade erst angefangen habe - nein, ich bin schon seit Winter an neuen Modellen dabei. 3 Modelle sind bis auf die Nummerierung fertig, 2 sind im Stadium des.... hm wie nennt man das? Chaos? Drunter und drüber? Es is so, dass die Originalbögen bereinigt sind und der neue Anstrich gerade in Arbeit ist. Sagen wir es so.

Ein weiteres Modell liegt noch auf Halde, da hat sich leider ein etwas unvorhergesehenes Problem eingeschlichen: die Originalfolien sind so gut wie nicht mehr brauchbar, weil sie völlig verzogen sind. Da muss ich mir etwas einfallen lassen, wie ich das hinbekommen. Wohl oder übel werde ich von einem gedruckten Originalbogen die Scans verwenden müssen.... mal schaun.

Das 7. Modell hab ich im letzten Monat begonnen und den vorläufigen Stand möchte ich hier präsentieren. Es ist die Fairchild A-10 Thunderbolt II. Wahrscheinlich eines der markantesten und wer es schon einmal in Natura gesehen hat, auch akustisch eines der ungewöhnlichsten Flugzeuge. Damit meine ich aber nicht den Ton der furchteinflößenden GAU 8 Kanone, sondern den Klang der Triebwerke!

Yo, was hat denn der Herr Rekonstrukteur jetzt alles gemacht? Zuerst einmal laaaaaange nachgedacht, wie man die zwei offensichtlichsten Fehler dieses Modells bereinigen kann. Die Endstücke des Rumpfes - vorne und hinten - sind so gut wie unbrauchbar. Deshalb hab ich mir erlaubt, diese Teile zu korrigieren und anzupassen.

Weiters hab ich den Anstrich, der ja wie fast immer bei den GELI Bögen "grenzwertig" ist, komplett in die Tonne getreten und den einzig wahren raufgetan. European One. Nein, keine Diskussionen!

Damit wäre schon alles fertig gewesen, aber irgendetwas Besonderes sollte halt doch noch rauf kommen. Auf einer Modellbauseite hab ich dann die Fotos eines Modells gesehen, der anlässlich des 50. Jahrestages der Invasion in der Normandie von einer A-10 verwendet wurde. Zusätzlich zum Standardanstrich wurden auf den Triebwerken und Tragflächen die markanten Invasionsstreifen raufgepinselt. In Anlehnung an die P-47 Thunderbolt, die damals dabei war.



Das Leitwerk trägt die die Kennung der 45th Fighter Squadron, 930 Operations Group der Grissom AFB in Indiana. Zusätzlich gibt es noch einen Hinweis auf das Indy 500 Rennen, dass jedes Jahr in Indianapolis ausgetragen wird.



Was mir besonders gefällt und warum ich gerade diese Kennung gewählt habe ist, dass die Grissom AFB im Gedenken an Virgil "Gus" Grissom benannt wurde, der einer der legendären Mercury Seven Piloten war und bei allen Programmen - Mercury, Gemini und Apollo - dabei war. Leider verstarb er 1967 zusammen mit Edward White und Roger Chaffee bei einem tragischen Unfall in der Kapsel der Apollo 1.

Ich hoffe, dass ihr mit meiner Entscheidung und den Gedanken dahinter einverstanden seid. Das wäre soweit einmal der Stand der Dinge.

Es tummeln sich ja noch einige andere Modelle hier herum, aber davon berichte ich in einem der nächsten Beiträge. Vorher kommt ja noch so einiges.....