16. März 2017

Nur ein ganz kurzer Eintrag - die Geschichte meiner Konstruktionen wurde um den Eurofighter erweitert. Wer sich für die Entstehungsgeschichte dieses Modells und die dahintersteckenden Dramen interessiert - einfach auf IPMS / WS klicken. Hollywood müsste eigentlich anklopfen, denn die besten Geschichten schreibt noch immer das Leben :-)

14. März 2017

Die GoMo 2017 ist Geschichte, all die Aufregung um die Veröffentlichung der verschiedenen neuen Modelle verflogen und somit darf wieder der normale Kartonalltag beginnen.

Naja, bei mir gibts so gesehen kein normal. Nur die Zeit vor der Fertigstellung von Modellen.

Neben allerlei Zeug, dass auf der GoMo gequatscht wurde, wurde ein Thema interessanter Weise häufiger angesprochen.

Piloten.

Die originalen GELI Piloten sind ja so gut wie kaum mehr zu bekommen und waren eher einfach gestaltet. Detaillierte Modelle wären optisch sicher interessanter - aber woher bekommen?

Es gibt einen spanischen Kartonmodellbauer, der neben allerlei anderen Projekten, auch Kartonmodelle von Piloten entwirft.

LINK

Diese Figuren bestehen aus einem "Kern" aus Kartonscheiben, die dann mit der "Haut" überklebt werden. Es gibt verschiedene Versionen, so dass sehr viele Flugzeugmodelle der verschiedensten Nationen damit "bestückt" werden können.

Wer auf der GoMo war und unseren Stand besucht hat, hat vielleicht eine der Modelllisten ergattern können. Leider hab ich viel zu wenige davon gemacht.

Wer keine hat, kann sie sich hier runterladen. Ergänzend hab ich all jene Modelle gekennzeichnet, die schon erhältlich sind.

https://drive.google.com/file/d/0ByOjdyt6NctZSFFxZ2t4alF6WVk/view?usp=sharing

3. März 2017

Viele wissen es eh schon, auf verschiedenen Modellhändlerseiten sinds auch schon zu sehen und angekündigt... die neuen GELI Modelle 2017.

Für all jene, die es noch nicht wissen (und da gehe ich davon aus, das es nicht viele sind, weil der Blog hoffentlich fleißig mitverfolgt wird und ich eh schon alles verraten habe) gibts eine endgültige Aufstellung der brandneuen, frischgedruckten, neu eingefärbelten und zum Teil ausgebesserten GELI Modelle:

#04 - Messerschmitt Me 110 (neuer Anstrich)
#06 - Focke Wulf 190 (neuer Anstrich)
#10 - Westland Widgeon
#11 - Hawker Hunter (Farben angepasst)
#20 - Fiseler Fi 103 V-1
#31 - Republic F-105 Thunderchief
#33 - Hawker Hurricane (Farben angepasst)
#41 - Vickers Viscount (Austrian Airlines)
#50 - Dassault Falcon 20 (neuer Anstrich)

und als lang erwartete Neuerscheinung

#76 - Lockheed SR-71

Im Laufe des letzten Jahres hab ich ja über verschiedene Restaurierungsstadien mehr oder weniger ausführlich geschrieben, aber ich denke, dass es sicher noch die eine oder andere Frage gibt. Zur Beantwortung derer stehe ich nächste Woche auf der GoMo in aller Herrlichkeit und Pracht zur Verfügung (vielleicht ein bisl mit einem müden Aug, weil die Abendveranstaltungen doch immer etwas gröber ausfallen :-) ). Aber mit reichlich Koffein oder Mineralwasser (darf mir auch überreicht werden) dürften die Nachwirkungen schnell gelindert werden.

Nur eine Bitte hätte ich: Fragen zur Preisgestaltung, warum ich diesen Strich nicht ausgebessert habe oder der Teil so und so ist und nicht so, weils im Original auch so is, werde ich eher unbeantwortet lassen und den Fragesteller vielleicht ein bisl grantig anschaun (nein nicht zu arg, weil verscheuchen will ich ja keinen). Es ist wie es ist und aus.

Aber alles andere könnt ich mich ruhig fragen. Z.B. ey is des Babiiier? Oder - heast, wiaso hostn de Caraböööö no ned gmocht? Wos is mit da Vierzana?

So in die Richtung stell ich mir das vor. Es darf auch nach den Unveröffentlichten gefragt werden!

24. Februar 2017

Die Entstehung eines neuen Modells - Teil 7

Dass ein neues Modell nicht ohne Kontrolle einer zweiten Person rausgeht, versteht sich von selbst. Soviel kann ich nicht selber kontrollieren, als dass ich nicht irgendwas übersehe. Deshalb - Kontrolle, Durschicht.

Und dann kommt meistens die "Ernüchterung" und das große AHAAAAAA. Weil halt doch was übersehen wurde. Aber dazu sind Kontrollen da, damit die geschätzten Modellbauer kein kartonales Waterloo erleiden.

Oft sind es aber nicht nur Fehler die noch geändert werden, sondern es werden auch zusätzliche Ideen  eingebaut oder gar Teile hinzugefügt (weggelassen wird eher selten was).

Als Beispiel sei hier der Eurofighter Sitz angeführt. Wie ihr seht, is der recht einfach ausgeführt. Da könnte man durchaus noch das eine oder andere hinzufügen. Grafisch oder auch ein paar zusätzliche Teile damit alles realer ausschaut (mal schaun wie der am Ende wirklich wird :-) )



Wenn hier noch zusätzliche Teile dazukommen, dann wird es insofern hart, weil die Teilenummerierung auch geändert werden darf. Und die geschriebene Bauanleitung. Jeweils das ganze Programm. Fast von vorne. Bei - sagen wir mal - 50 Teilen wärs egal. Aber wenn es wie hier über 200 sind... na viel Spass!

Sind wirklich alle Änderungen gemacht, dass geht die Datei an die Druckerei, die zuerst einen Probedruck macht und wenn da alles in Ordnung ist, gehts an den richtigen Druck und somit wäre das Modell fertig.

Wenn man das erste Mal das fertig gedruckte Modell sieht, die einzelnen Blätter durchblättert, sich wundert, was man wieder einmal erschaffen hat - das sind so die Momente, die ich hier gar nicht beschreiben kann. Ein seltsames Gefühlt macht sich breit.

Und fast immer is es so, dass ich mich frage - hab das jetzt wirklich ich gemacht? Sowas kann ich doch gar nicht (weil ich weiß, dass ich im realen Leben ein ziemlicher Chaot und unglaublich schlampiger Mensch bin). Aber sobald der erste Modellbauer einen Bogen abkauft, ich vielleicht gerade daneben stehe und seine Freude über das Modell sehe (eventuell wird auch gratuliert) - das ist dann die Bestätigung dafür, dass ich tatsächlich so ein Modell erschaffen habe.

Ich hoffe, ihr habt mit dieser kleinen "Serie" einen kleinen Einblick in "meine" Welt der Konstruktionen bekommen. Falls es noch Fragen gibt (und davon gehe ich aus, weil alles nur recht einfach dargestellt wurde) stehe ich natürlich bei diversen Ausstellungen, sofern ich dabei bin, für ausgiebigere Antworten bereit.

21. Februar 2017

Habt ihr euch schon einmal gewundert, warum der GELI Blog immer etwas anders ausschaut?

Irgendwie mag ich zwar Kontinuität (wer nicht), aber auf Dauer immer das Gleiche is auch nix. Deshalb ändere ich von Zeit zu Zeit die Farben.

Aktuell sind sie ein wenig den neuen Umschlägen der GELI Bögen angepasst. 



Wir, oder eigentlich stammt die Idee von meinen Chefs, haben uns gedacht, dass man den alten Titelblättern Ehre erweisen könnte, indem wir sie bei der zweiten Tranche völlig anders machen. Von den Farben versteht sich. Das Layout und die generelle Gestaltung bleibt schon wie gehabt, da gibts nix. Und deshalb hab ich mich erstmal überhaupt nicht damit beschäftigt, nur um dann in einem lichten Moment die Idee für die aktuellen Farben von irgendwoher zu bekommen. Geistesblitz nennt man das soweit ich weiß :-) Und deshalb schaut alles so aus wie es ausschaut.

Ein anderes Detail is vielleicht auch erwähnenswert. Wer sich die Rückseite ansieht, wird darauf so komische Flecken erkennen (waren auf jenen der ersten Tranche auch schon drauf). Ursprünglich als Hintergrund gedacht, der ein wenig an Marmor oder irgendwelche Steine erinnert, ist uns neulich aufgefallen, dass sie eigentlich wie Fingerabdrücke aussehen. Jene die durch zu viel Kleber an den Fingern auf den Modellen entstehen. Mit ein wenig "Nachhilfe" gehen die dann aber schon wieder weg. Sollte ein Modell allerdings so wie am Umschlag ausschauen... uiuiuiuiiiiii, da wirds nix mehr mit einem schönen Modell :-)

Irgendwie hat uns diese "Idee" gefallen und vielleicht gefällt sie euch auch. Wenn euch jemand fragt, was denn diese Flecken bedeuten könnt ihr als informierte Blogleser eine richtig hübsche Erklärung dafür abgeben :-)

Und aus gegebenen Anlass - GoMo 2017 - möchte ich noch ein wenig Werbung für den Eurofighter/Typhoon machen.



Gibt es wie immer auf Wunsch auch signiert.

16. Februar 2017

Die GoMo 2017 im Heeresgeschichtlichen Museum in Wien steht mehr oder weniger vor der Türe und wie in den letzten Jahren wird es auch dieses Mal druckfrische Modelle geben.

In Eigenregie ist in den letzten 3 Jahren der Eurofighter Entstanden. Ich hab ja hier schon oft lang und breit darüber berichtet. Dass dieses Modell es doch geschafft hat, realisiert zu werden, grenzt fast ein Wunder, denn so viele Höhen und Tiefen gab es noch nie.

Für alle GELI Fans gibt es auf der GoMo natürlich auch ein paar Leckerbissen. Aber lasst mich zuerst ein wenig abschweifen.....

Wie der ganze Rekonstruktions- und Restaurierungsvorgang vor sich geht, hab ich hier ja schon öfters beschrieben. Viiiiel Arbeit und Zeit wird da investiert und am Ende hat man eine digitale Version der Bögen. Dass davon noch niemand einen Nutzen hat, dürfte klar sein. Folglich sollte alles auf reales Papier gebracht werden um dann irgendwann in den Händen der Modellbauer zu gelangen.

Und da kommt die Druckerei ins Spiel.

Von mir werden die Daten an die Druckerei übermittelt, diese richtet alles in einem eigenen Prozess her und dann kommt der große Tag des Druckes.

Die Druckplatten werden in die Maschine gegeben und als erstes kommen jede Menge Bögen raus, bei denen die Qualität des Druckes, die Farben usw. geprüft werden. Das ist auch der Moment, vor dem der Blogschreiber, um es unverblümt zu sagen - Angst hat. Denn: gröbere Fehler, die hier bemerkt werden, sind so gut wie nicht korrigierbar. Entweder lässt man es so, oder der Druck muss zwangsläufig verschoben werden. Das wäre der absolute SuperGAU....



Erst wenn alles passt, wird auf die "Tube" gedrückt, die Maschine nimmt Fahrt auf und mit einem Höllentempo werden die Bögen gedruckt. Für mich ist es erstaunlich, mit welcher Präzision und vor allem Tempo die Bögen durch die Maschine jagen.



Diese Prozesse wiederholen sich dann so oft, als es Vorlagen gibt. Die nicht mehr gebrauchten Druckplatten kommen raus, die Neuen rein und weiter geht es mit den nächsten Bögen.



Die GELI Experten werden sicherlich die gedruckten Modelle erkennen.

Auf der Druckplatte sieht man Teile der F-105, auf den farbigen Bögen sind es die FW 190, Hawker Hurricane, Me 110, V-1, Hawker Hunter, Westland Widgeon, Vickers Viscount und die schwarzen Teile gehören der SR-71.

Ist der 4-färbige Druck fertig, geht es weiter mit DER Farbe, welche berühmt für GELI Bögen ist.

Das Silber.

Wir haben das unglaubliche Glück, dass "unsere" Druckerei sich darauf ein wenig spezialisiert hat und es deswegen so gut wie keinen Unterschied zu den klassischen alten Bögen gibt.

Es folgt wieder ein Druckplattenwechsel, Probedruck, Kontrolle und die Angst.... leider. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern, denn ich kann noch so viel kontrollieren, das Fehlerteufelchen ist eine gerissene Person.....

Ist alles fertig gedruckt, werden die Bögen gestapelt und recht unspektakulär ein einer Ecke der Halle gelagert :-)



Danach folgt noch das Zuschneiden und "einsackln" der Bögen, das, wie mir gesagt wurde, nicht gerade Begeisterungsstürme hervorruft :-) Wer GELI Bögen in die alten Folien wieder eingepackt hat, weiß, welch fummelige Sache das sein kann.

Damit wären die GELI Modelle fertig und dürfen auf die werte Kartongemeinde "losgelassen" werden.

Ja, und welche GELI Modelle werden jetzt zur GoMo erscheinen?

Habt ihr gerade gelesen :-)

30. Januar 2017

In der Rubrik "Rekonstruktionen" gibt es ein paar Hintergrundinfos zu den unveröffentlichten Modellen (sollte natürlich im Laufe der Zeit umfangreicher werden).  Hier hab ich alles zusammengefasst und chronologisch "angeordnet". Vielleicht wiederholt sich einiges, aber unter den "normalen" Beiträgen das passende rauszusuchen, is mühsam.

Naja, ich hoffe, ihr freut euch über diesen zusätzlichen "Dienst".

Yo, ansonsten gibts nicht viel Neues zu berichten.

Ein paar Vorschläge für künftige IPMS Konstruktionen sind eingetrudelt. Mal schaun, was sich davon realisieren lässt.